Wohnberaterin informierte über barrierefreies Wohnen

Seniorenbeirat hatte eine Wohnberaterin eingeladen..

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Der Seniorenbeirat hatte eine gute Idee, die zertifizierte Wohnberaterin Heike Adelhardt zu einem Vortragsabend einzuladen, am Dienstag, 26. Oktober, beim "Wirt in Denkzell". Die  Referentin informierte die zahlreichen Besucher über barrierefreies Wohnen und gab wissenswerte Anregungen für einen Umbau im Bad und in der Wohnung, hierzu hatte sie auch verschiedene  Hilfsgeräte, die den Alltag im eigenen Wohnbereich, erleichtern, mitgebracht und ausführlich erklärt.

Seniorenbeirätin und 3. Bürgermeisterin Renate Eckmann hieß alle willkommen, besonders aber die Referentin, sowie 1.Bürgermeister Hans Kienberger. Körperliche und gesundheitliche Veränderungen im Alter führen unter anderem zu der Frage, ob die jetzige Wohnform noch passend sei? Ist die bisherige Wohnung weiterhin geeignet und was kann ich in der Wohnung verändern, damit ich bleiben kann? Und welche Unterstützung bieten mir ambulante Dienste für die häusliche Versorgung und welche Alternativen gibt es, waren die Themen, um die es bei diesem Vortrag ging.

"Stets zu Hause wohnen zu bleiben und in der vertrauten Umgebung zu leben, dies wünschen sich Senioren, denn zu Hause ist es am schönsten, sagen sie aber es gibt vieles, was man dafür tun kann, um möglichst lange daheim zu bleiben", erklärte Frau Adelhardt. "Die Senioren wünschen sich so selbstständig wie lange möglich daheim zu leben und auch am sozialen Leben teilnehmen zu können; aber hilfreiche Maßnahmen der Wohnungsanpassung gibt es viele". Besonders Wichtig seien die Maßnahmen im Bad und in der Dusche, denn diese seien Schwerpunkte in der Wohnung;  wobei vieles bei Umbauarbeiten zu beachten sei.

Die Referentin gab auch Tipps und Anregungen und wies auf viele Alltagshilfen in Küche und Haushalt hin. Mitgebracht hatte sie ein Besteck mit ergonomischen und dicken Griffen, das die Nahrungsaufnahme erleichtere; einen "Nasenbecher", aus dem problemlos getrunken werden könne; gezeigt hatte sie auch wie man Kleidungsstücke mit dem "Butler Knöpfhilde" zuknöpft, denn mit eingeschränkter Fingerfertigkeit sei dies oft schwierig; als sehr praktisch bezeichnete sie auch die faltbare Greifzange "Biene", die es ermögliche, schnell und einfach auf dem Boden liegende Gegenstände zu erreichen und durch einen Haken an der Greifklaue, sowie einen Haken am Betätigungshebel kann sie auch beim Ankleiden helfen. Sehr praktisch sei auch eine Analoge Uhr mit exakter Wochentags-und Datumsanzeige, als zeitliche Orientierungshilfe und ein Notrufarmband; auch eine Herdüberwachung sei sehr zu empfehlen Desweiteres sprach Frau Adelhardt auch darüber, dass die Wohnungsausleuchtung wichtig sei, man nicht im dunklen herumtappe solle und dann hinstürze; sehr praktisch sei auch ein Fensteröffner, wovon sich die Besucher überzeugen konnten, als sie problemlos ein Fenster öffnete. Als sehr empfehlenswert sei die Notrufarmbanduhr; ein Seniorenhandy; einen Klingelverstärker; einen Türspion; eine Wohnungsausleuchte; Gehhilfen; Gegensprechanlangen; elektrische Türöffner und vieles mehr.

Sie informierte außerdem über mögliche Kostenträger und Fördermöglichkeiten in der Pflegekassen; der Sozialhilfeträger und dergleichen. Gefördert werden barrierereduzierende Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden, mit denen der Standard 'Altersgerechtes Haus' erreicht wird, wie auch Maßnahmen in Sanitätsräumen. Man müsse sich  aber unbedingt  vorher an erfahrene Berater und Beraterinnen in der sozialen Arbeit  wenden.

"Nehmt euer Geld  nicht für Irgendetwas her, sondern baut euer Bad oder das Haus um, zu eurer eigenen Sicherheit" ermunterte Heike Adelhardt die Anwesenden zum Schluss ihrer Ausführungen. Sie beantwortete auch gerne die Fragen, die nun  an sie gerichtet wurden.

Als kleinen Dank überreichte ihr Senioren-Beirätin Renate Eckmann für ihre Information rund um die Sicherheit in der eigenen Wohnung einen guten Tropfen, zusammen mit Bürgermeister Hans Kienberger, der sich den Dankesworten von Renate Eckmann  anschloss.

Bilder: Renate Eckmann überreicht an die Referentin eine Flasche Wein, mit im Bild Bürgermeister Kienberger;

Die Referentin inmitten ihrer Zuhörer, an die sie Fragen richtete.

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Fotos: (rs) Rosi Stelzl

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