Fußwallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut

Fusswallfahrt

Die Gossersdorfer Fußwallfahrt findet seit 1989 jährlich am Samstag nach Girgl (Gedenktag des Hl. Georg am 23. April) statt. Sie führt auf einem 43 Kilometer langen Weg von Gossersdorf über Moosbach, Heitzelsberg, Bad Kötzting, Grafenwiesen übers Waldschlössl nach Neukirchen beim Hl. Blut zum Gottesdienst in der Wallfahrtskirche.

 

Die Geschichte der Gossersdorfer Fußwallfahrt

Die Geschichte der Gossersdorfer Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut beginnt recht unspektakulär: Nach dem von mehreren Seiten immer wieder geäußerten Wunsch, zu Fuß zur Madonna nach Neukirchen zu gehen, kam es am 5. April 1989 zu einem Zusammentreffen bei Hans Kienberger, bei dem beschlossen wurde, diese Wallfahrt am Samstag, dem 22. April 1989, anzutreten. Teilgenommen haben an diesem ersten Treffen Max Obermeier, Ludwig Weinzierl, Herbert Dorfner, Anneliese Mühlbauer, Marianne Schedlbauer, Reinhardt Eckl, Toni Decker, Hans Wanninger, Hans, Hansi und Burgl Kienberger. Festgelegt wurden der Zeitplan und die Route, besprochen wurden aber auch erste sicherheitstechnische und organisatorische Aspekte.

Nach diesen Vorbereitungen machten sich 29 Personen auf den 43 Kilometer langen Pilgerweg, um dann um 17.00 Uhr den Vorabendgottesdienst in der Wallfahrtskirche mitzufeiern. Für die Zukunft wurde als Termin der Samstag nach Girgl (Gedenktag des Hl. Georg am 23. April) festgelegt.
Bereits bei der zweiten Wallfahrt im Jahr 1990, an der 44 Personen teilnahmen, wurde ein selbst gefertigtes Pilgerkreuz mit einem von Rosa Obermeier gestifteten Korpus mitgeführt. Nachdem Pfarrer Herbert Meier das Kreuz am Karfreitag geweiht hatte, wurde es viele Jahre von Hans Mück getragen. In den folgenden Jahren etablierte sich die Wallfahrt mit einer Teilnehmerzahl zwischen 80 und 100 Personen. Ab 1992 wurde für die Heimfahrt ein Bus eingesetzt. Das BRK Gossersdorf begleitet bereits seit den Anfangsjahren den Pilgerzug mit einem Fahrzeug, dessen Besatzung sich um die kleineren Verletzungen und auch um die Getränkeversorgung unterwegs kümmert.

Zur zehnten Wallfahrt 1998 wurde der Madonna eine Dankkerze gestiftet. Mittlerweile war die Teilnehmerzahl auf über 130 Personen angestiegen. Seit dem Jahr 2003 spendet der Konzeller Pfarrer den Pilgersegen auf dem Gossersdorfer Dorfplatz. Anlässlich der 20. Wallfahrt 2008 wurde auf dem Wallfahrerweg in Neukirchen das siebte Erinnerungskreuz einer Pilgergruppe aufgestellt. Das Kreuz aus Aluminium wurde von Georg und Max Obermeier gestiftet, die Kosten für die Fassung übernahm die Pfarrei Konzell. Die Zahl der Teilnehmer, die aus dem gesamten Landkreis Straubing-Bogen und den Nachbarlandkreisen kommen, ist auf über 200 angestiegen.

Zum 25. Jubiläum wurde der Madonna erneut eine Dankkerze gestiftet. Sie war von Hans Kienberger gespendet und von Margit Reichinger unentgeltlich mit der Gossersdorfer Kirche geschmückt worden. Außerdem wurde ein kleines Pilgerheft erstellt, das mittlerweile in der Zweiten Auflage vorliegt.  Drei Pilger erhielten bei der Jubiläumswallfahrt eine Ehrung für 25 Fußwallfahrten durch den Wallfahrtsort: Max Obermeier, Eugen Schedlbauer und Georg Obermeier, der seit der ersten Wallfahrt in Kötzting Brezen spendiert.  .

Zur 30. Wallfahrt 2018 gab es für alle Pilger einen Kreuzanhänger als Erinnerungsgeschenk.

 

Nähere Informationen zum Ablauf der Wallfahrt

Treffpunkt für die Wallfahrt ist um 3.30 Uhr auf dem Gossersdorfer Dorfplatz. Für die Teilnehmer sind Parkplätze ausgeschildert. Nach dem Pilgersegen machen sich die Wallfahrer auf den Weg, der hauptsächlich durch Wälder und Wiesen führt und Straßen so weit wie möglich vermeidet.

Über Moosbach geht es zum Frühstück nach Heitzelsberg. Anschließend führt der Weg am Blaibacher See vorbei nach Bad Kötzting, wo es eine kurze Brezenpause gibt. Am  Regen entlang geht es weiter nach Grafenwiesen zum Mittagessen, bevor über Ansdorf das Waldschlössl erreicht wird. Gegen 16.45 Uhr zieht der Pilgerzug in Neukirchen beim Hl. Blut ein, wo um 17.00 Uhr Gottesdienst gefeiert wird.

Für die Sicherheit sorgen Begleitfahrzeuge, BRK-Helfer leisten Sanitätsdienst und führen Getränke mit. Für die Rückkehr stehen Busse bereit. Nach der Wallfahrt besteht die Möglichkeit zur Einkehr beim Lindnerbräu in Bad Kötzting.

Weitere Auskünfte sind bei Familie Obermeier unter Tel. 09963 2212 oder bei Fam. Kienberger unter Tel. 09963 290339 zu bekommen.

Text: Traudi Hartmann

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